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Osteoporose (Knochenbrüchigkeit)

Sie ist eine schwerwiegende Folge des Östrogenmangels. Im Bild ist oben ein normaler Rückenwirbel (A) mit der typischen Schwammstruktur der Knochenbälkchen im Wirbelkörper dargestellt. Unten ein Rückenwirbel bei Osteoporose (B): weitgehende Entkalkung des Wirbelkörpers und Ausdünnung der Knochenrinde. Als Folge davon kann der Wirbel einbrechen (sogenannter Kompressionsbruch). Sind mehrere Wirbel betroffen, kommt es zur Ausbildung eines Buckels.

 

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Diese und andere Folgen einer Osteoporose können verhindert werden. Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung durchführen und gesund leben (siehe unten), sind gegen Osteoporose praktisch zu 100% geschützt. In besonderen, in untenstehender Tabelle aufgeführten Situationen kann es sinnvoll sein, zur besseren Einschätzung des Risikos eine Knochendichtemessung der Wirbelsäule und des Oberschenkelknochens zu verordnen. Diese ist schmerz- und risikolos und wird in einem spezialisierten Institut durchgeführt.

 

Haben Sie ein erhöhtes Osteoporose-Risiko?
  • Sind Sie schlank?
  • Sind Sie blond?
  • Rauchen Sie?
  • Haben Sie Osteoporose in der Familie?
  • Hat Ihre Menstruation während längerer Zeit ausgesetzt?
  • Nahmen Sie während längerer Zeit Cortisonpräparate?
Dann sollten Sie sich bei Eintritt in die Wechseljahre abklären lassen.

 

Hormonpräparate sind kein Allerheilmittel gegen Osteoporose. Ebenso wichtig ist, gerade für Risikopatientinnen, eine vernünftige Lebensführung: Nichtrauchen, Sport, genügende Kalziumzufuhr (Milch und Milchprodukte, allenfalls Kalzium-Brausetabletten).

 

Bei hohem Risiko oder bereits bestehenden Knochenbrüchen stehen uns heute als Therapie wirksame nichthormonelle Medikamente zur Verfügung, welche die Knochendichte sogar wieder verbessern können.